deutschland_vor_wallenweinDie DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) gastiert vom 24. bis 26. August beim Saisonhighlight des Rallye-Jahreskalenders: Die ADAC Rallye Deutschland ist als Lauf zur Rallye-WM der Treffpunkt der Weltelite der Driftspezialisten, und die Teams aus der „Rallye-Bundesliga“ haben hier die Chance, sich mit den besten des Fachs zu messen. Zudem führt der Weg der DRM, die freitags und samstags zwei der drei Tagesetappen des WM-Laufs mitfährt, an einer unbeschreiblichen Kulisse vorbei:

Rund 200.000 Fans werden entlang der WPs erwartet. Ein gutes Abschneiden ist für die DRM-Teams gleich doppelt wichtig. Nur wer beide Tage in Wertung beendet, hat realistische Chancen auf den Titel. Alles Wichtige zum Event gibt es unter www.adac-rallye-deutschland.de im Netz. Das Geschehen im DRM-Feld ist über www.rallye-dm.de auf der offiziellen Seite der Serie und über ihr Facebook-Profil (DeutscheRallyeMeisterschaft) zu verfolgen. News gibt es auch über Twitter (RallyeDM) und im DRM-Youtube-Channel (RallyeDM). „Es ist ein tolles Gefühl, und die Kulisse rund um Trier ist etwas ganz Besonderes“, strahlt Mark Wallenwein vor dem Start. Der 25-Jährige kommt im Skoda Fabia S2000 als Tabellenleader an die Mosel. „Vor so vielen Zuschauern das nationale Feld anzuführen ist eine Herausforderung, auf die wir uns riesig freuen.“ Er gerät richtig ins Schwärmen: „Die Rallye Deutschland ist die schönste Veranstaltung in Deutschland. Start und Ziel vor der Porta Nigra, das Flair in den Weinbergen und nicht zuletzt die Panzerplatte bilden ein spektakuläres Ambiente. Man muss sich auf jeden Tag neu einstellen, wer am besten sortiert ist und die wenigsten Fehler macht, hat die besten Chancen.“ Sein Ziel ist klar: „Wir wollen an beiden Tagen punkten, einen Ausfall können wir uns nicht leisten. Wenn alles gut läuft, könnten wir den Grundstein für den Titelgewinn legen.“
Doch ähnliche Ambitionen haben auch andere. Da ist Felix Herbold, der im Ford Fiesta S2000 auf dem zweiten Meisterschaftsplatz rangiert. Er gewann zwar schon zwei der vier bisher ausgetragenen Läufe, aber ein Ausfall in Sachsen kostete ihn wertvolle Punkte. „Nach den guten WP-Zeiten im vergangenen Jahr und unserer Performance im bisherigen Saisonverlauf peilen wir natürlich ganz klar den Sieg an“, gibt er sich kämpferisch. „Das Team hat das Auto perfekt vorbereitet, und ich bin absolut topfit. Also haben wir auf jeden Fall die richtige Basis geschaffen. Für den 27-Jährigen ist der DRM-Zug noch lange nicht abgefahren, allerdings muss er zwingend an beiden Tagen punkten: Kein ganz einfacher Plan bei den Anforderungen. „Rallyesport ist ohnehin voller Variablen“, sagt Herbold und ergänzt, welche Herausforderungen der WM-Lauf zusätzlich mit sich bringt: „Längere Prüfungen, lange Tagesetappen und zwei Tage am Stück: Das sind Faktoren, die man sonst bei einer DRMRallye nicht erlebt. Dazu ist die WM natürlich einfach die höchste Meisterschaft im Rallyezirkus mit all ihren Top-Stars und den großen Werksteams. Alleine das macht einen solchen Lauf schon zu etwas Besonderem. Dass er in Trier auch noch vor heimischer Kulisse stattfindet, macht es besonders aufregend.“
Zeltner und Berlandy jagen die Spitzenreiter
Gleiches gilt für Ruben Zeltner im Porsche 911 GT3. Mit einem Sieg in Sachsen und einer Nullrunde rangiert er auf dem dritten Rang. Der Wahl-Sachse sieht die Allrad-Piloten gegenüber seinem leistungsstärkeren Porsche mit Heckantrieb im Vorteil. „Von der Streckenführung mit ihren vielen engen Abzweigen her gesehen sind die S2000 auf jeden Fall die Favoriten. Die härteste und schwierigste Rallye des Jahres zu beenden, hat deshalb oberste Priorität. Wer hier am ersten Tag ausfällt und am zweiten Tag nicht mehr starten kann, hat die Meisterschaft verloren.“ Seine Taktik ist somit klar: „Nicht absolut voll auf Zeitenjagd gehen! Ich will mich auch nicht zu sehr von dieser speziellen Kulisse eines WM-Laufes unter Druck setzten lassen.“ Wie alle anderen DRM-Teilnehmer auch begeistert den Geschäftsführer des Sachsenrings die ganz spezielle Aufgabenstellung. „Ich freu mich auf jeden Fall, mit meinem Porsche den Pfaden von Loeb, Latvala und den anderen WM-Piloten zu folgen. Wenn ich daran denke, bekomme ich schon jetzt Bauchkribbeln!“ Neu in der Riege der S2000-Piloten ist Georg Berlandy, der vom Peugeot 207 R3T zum Saisonhöhepunkt auf einen Peugeot 207 S2000 umsteigt. Nach den ersten Tests vermeldete er begeistert: „So ein S2000 ist der Formel-1-Renner der Rallye- Szene.“ Er relativiert aber sofort seinen Anspruch. „Für uns ist das nur ein erster Test für die DRM 2013. Wir wollen durchkommen und viel Erfahrung sammeln.“
Sandro Wallenwein kann befreit auftrumpfen

Der amtierende Meister Sandro Wallenwein (Subaru Impreza) hat nach zwei Nullrunden das Projekt Titelverteidigung abgehakt. „Es ist einfach schön, vor so einer Kulisse zu fahren, sich als Team Wallenwein auch international präsentieren zu können.“ Seine Aufmerksamkeit gilt vor allem seinem ‚kleinen’ Bruder Mark. „Ich wünsche mir für Mark eine tolle Rallye bei der er die DRM-Führung behaupten kann und für mich eine schöne Rallye mit viel Spaß und dem Ziel, am Freitag und Samstag jeweils das Podium zu erreichen.
“Heißes Duell in der 2WD-Meisterschaft der DRM

deutschland_vor_riedemannEbenfalls noch nicht entschieden ist der Kampf um die Krone in der 2WD-Meisterschaft für das beste Team aus der Fronttrieblerfraktion. Die Protagonisten im Showdown sind der Youngster Christian Riedemann (Sulingen, Citroën DS3 R3T) und der sächsischen Routinier Carsten Mohe (Crottendorf, Renault Mégane RS). Beide mussten im bisherigen Saisonverlauf jeweils eine Nullrunde verbuchen. In der Tabelle liegt Riedemann, der am Montag nach der Rallye seinen 25. Geburtstag feiern wird, mit drei Divisionssiegen deutlich vorn. 71 Zähler ergibt die Addition bei ihm – Carsten Mohe ließ bislang 53 Punkte notieren. „Ich freue mich sehr auf meinen dritten Start bei der wohl schwierigsten Rallye Deutschlands“, so Christian Youngster, der natürlich neben den Konkurrenten der DRM auch die Fahrer im WM-Feld im Blick hat.
Zwei Favoriten in der Diesel-Wertung

Die Division 6 ist den Piloten des HJS-Diesel-Masters vorbehalten. Der Kampf um den Titel geht auch hier über zwei Hauptdarsteller, die sich beide auf Opel Astra GTC ins Getümmel stürzen. Der Nordhesse Björn Mohr gewann die Diesel-Jahreswertung bereits zweimal und liegt auch diesmal wieder in der Tabelle vorn. Er wird allerdings dicht gefolgt von Marijan Griebel. Der 23-jährige Polizeikommissar gewann bei drei Läufen die Divisionswertung, musste einmal aber der Technik Tribut zollen. Doch sollte einer der beiden beim WM-Lauf straucheln – die Verfolger stehen bereit und könnten dann zweimal punkten. (DRM)

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